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26.02.2008 Veranstaltungshinweis Austausch über „Demenzfreundliche Kommunen" in Hessen

Potentiale entdecken, Verbindungen herstellen, Ideen kreieren
Das bietet der Workshop „Demenzfreundliche Kommune" in Hessen vom 13. bis 14. März auf Schloss Rauischholzhausen in Ebsdorfergrund veranstaltet von Aktion Demenz e.V.:

Wie kann in unseren hessischen Städten, Dörfern und Gemeinden eine Kultur des respektvollen Umgangs und der Begegnung mit dementiell veränderten Menschen geschaffen werden? Wie können unsere Kommunen im besten Sinne des Wortes „demenzfreundlich" werden?

„Aktion Demenz e.V." ist eine von der Robert Bosch Stiftung geförderte deutschlandweite Initiative, die sich vor allem als Netzwerk versteht. Es sollen Bürger gewonnen werden, die das Wohlbefinden von Menschen mit Demenz fördern wollen und sich für mehr gesellschaftliche Teilhabe der Betroffenen engagieren. Die Aufhebung der Stigmatisierung des Themas „Demenz" steht im Vordergrund.

„Demenzfreundliche Kommune" heißt deshalb das Stichwort für die Aktivitäten, die der Verein auf den Weg bringen will. Auf kommunaler Ebene sollen Bedingungen entwickelt und sichtbar werden, damit Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen unkomplizierter teilhaben können am alltäglichen Leben und auch an kulturellen und sozialen Angeboten. Die Beteiligten wissen, in vielen Kommunen gibt es bereit interessante und modellhafte Aktivitäten. Um den Austausch in Hessen zu verstärken, werden sich auf Schloß Rauischholzhausen engagierte und interessierte Akteure aus Wissenschaft und Praxis zum gemeinsamen Austausch und Lernen zusammenfinden.

Hierbei sollen neue Ideen entwickelt und Verbindungen hergestellt werden - mit der Zielrichtung, dass am Ende der Veranstaltung evtl. eine Tendenz herausgearbeitet werden kann:

Demenzfreundliche Kommunen in Hessen - Was gibt es bereits, was kann/sollte geschehen?

Dem Verein ist es ein Anliegen, Demenz zu einem wichtigen Thema unserer Gesellschaft zu machen, das nicht nur mit Angst und Furcht behaftet ist und als Herausforderung von der Medizin zu bewältigen ist. Es geht demnach alle an: die Bürger im Gemeinwesen, die Nachbarn, die Gewerbetreibenden, die Kinder und Jugendlichen, die Polizisten und die Beschäftigten in den Ämtern.

„Demenz geht uns alle an! Deshalb brauchen wir in den Kommunen Bündnisse für Menschen mit Demenz", so der 1. Vorsitzende Prof. Dr. Reimer Gronemeyer. „Wir brauchen demenzfreundliche Kommunen, d.h. ein Gemeinwesen, das auf die besonderen Bedürfnisse seiner dementiell veränderten Bürgerinnen und Bürgen eingestellt ist und ihnen Möglichkeiten zur Teilhabe einräumt. Der Begriff ‚demenzfreundlich' mag irritieren - das ist durchaus beabsichtigt. Was ein demenzfreundliches Umfeld ausmacht, muss im Einzelnen erst noch herausgefunden werden."

Gerade vor dem Hintergrund unserer alternden Gesellschaft gewinne das Thema an Bedeutung, so Gronemeyer. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, die Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt.

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