Akutkrankenhaus

Die Verbesserung der fachlichen und menschlichen Begleitung für Menschen mit Demenz in Krankenhäusern und Kliniken ist eine dringliche Angelegenheit. Der medizinische Bereich muss darauf vorbereitet werden, dass er es in Zukunft mit immer älteren, oftmals auch dementiell veränderten Menschen zu tun haben wird. Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch kaum Wege gefunden worden, Menschen mit einer Demenz im Klinikalltag fachgerecht und menschlich zu begleiten.

Viele unserer Kliniken sind nicht darauf vorbereitet, dass immer mehr Menschen in immer höherem Alter als Patienten zu ihnen kommen, darunter etliche mit einer Demenz. Werden sie in Akutkliniken eingeliefert - sei es nach einem Unfall oder aufgrund einer akuten Erkrankung - beginnt oft ein Teufelskreis: Die Verwirrten finden sich nicht zurecht, ziehen sich zurück oder „mischen den Laden auf", „nerven" Personal und Mitpatienten, da sie sich weder ausreichend verständlich machen noch am Heilungsprozeß mitarbeiten können. Nicht selten werden sie in schlechterem Zustand entlassen als sie eingeliefert worden sind.

Diesen Teufelskreis versucht man in einigen Kliniken zu durchbrechen. Begleitet durch Forschung versucht das Personal, neue Wege in der Ansprache und Behandlung der Patienten mit Demenz zu gehen. Erste Auswertungen zeigen die Erfolge dieses Umdenkens. Es ist an der Zeit, die Probleme aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Beteiligten zu analysieren und Lösungsansätze zu diskutieren. Gute Beispiele sollen bekannt gemacht werden. Aus dem Prozess des Umdenkens und Umgestaltens - nicht selten gegen Widerstände in den eigenen Reihen oder bei den Trägern - lassen sich ggfs. Strategien entwickeln, wie allen in den Kliniken geholfen werden kann - Patienten, Angehörigen und Klinik-Personal.

Weiterführende Informationen:

Ressourcen erhalten. Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz, Bd. 2 - Hans Huber Verlag – ISBN: 3456843941

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