Eine Kommune auf dem Weg: Berlin Tegel

Name der Initiative/Aktion: Arbeitskreis Demenzfreundliche Kommune Tegel
Bundesland: Berlin
Einwohnerzahl der „Kommune": ca. 33.000 Einwohnerinnen und Einwohner


Kontakt:
Albatros e.V., Koordinierungsstelle Rund ums Alter Reinickendorf,
Uta Reiberg, Wilhelmsruher Damm 116, 13439 Berlin

Kurze Beschreibung der Initiative/ Aktion:
Mit dem Projekt Demenzfreundliche Kommune Tegel wollen die Initiatoren sowohl die Bevölkerung in Tegel als auch die lokalen Unternehmen, Handwerksbetriebe, Einzelhändler, öffentlichen Einrichtungen, politisch Verantwortlichen und Entscheidungsträger erreichen. Es gilt, das Thema Demenz in der Kommune zu verankern und in alle Bevölkerungsgruppen hineinzutragen. Ein weiteres, wichtiges Ziel ist die Analyse der bestehenden Angebots- und Dienstleistungsstruktur für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen, die Aufdeckung und Öffentlichmachung von Versorgungslücken und der Aufbau von Kommunikations-strukturen und Netzwerken. Die Ergebnisse der Analyse sollen an potenzielle Anbieter weitervermittelt werden, um diese anzuregen, neue Angebote für diese Personengruppe aufzubauen.

Das Projekt Demenzfreundliche Kommune Tegel ist in seiner Aufbauphase. Aufgrund der kurzen Zeitspanne seit Beginn des Projekts kann derzeit noch nicht auf Erfahrungen oder Ergebnisse zurückgriffen werden.

Für das Jahr 2009 sind folgende Aktionen geplant:

  • Fotoausstellung
  • Informationsleitfaden zum Thema Demenz
  • Vortragsreihen
  • Informationsveranstaltungen.

Wer ist an der Initiative/ Aktion beteiligt?
Bezirksamt Reinickendorf mit unterschiedlichen Fachabteilungen (Gesundheitswirtschaft, Amt für Soziale Dienste, Sozialpsychiatrischer Dienst, Stabsstelle Wirtschaftsförderung), Diakonie-Pflege-Reinickendorf gGmbH (Berliner Service- und InformationsZentrum für Angehörigenarbeit, Haltestelle Diakonie), Sozialstation Impuls, Albatros e.V. Koordinierungsstelle Rund ums Alter und Tageszentrum Tegel-Süd.

Seit wann beschäftigt sich die Kommune mit dem Thema Demenz? Bzw. seit wann findet eine über den Kreis der Experten hinausreichende Beschäftigung mit Demenz statt?
Die ersten Aktivitäten des Projektes Demenzfreundliche Kommune Tegel haben im Herbst 2008 begonnen.

Wer ist daran in welchen Rollen beteiligt?
Alle an der Demenzfreundlichen Kommune beteiligten Organisationen und Institutionen sind Mitglieder des Arbeitskreises.

Warum (bzw. in welcher Hinsicht) ist Demenz überhaupt ein Thema der Kommune?
Im Stadtteil Tegel des Bezirkes Berlin-Reinickendorf leben rund 33.000 Menschen, 23,3% von ihnen sind 65 Jahre alt und älter. Nach bundesweiten Studien leiden 8-13 % aller Menschen über 65 Jahren an Demenz. Bezogen auf die demografische Entwicklung und die altersspezifische Verteilung ist die Tendenz weiterhin steigend. Bereits 2020 wird die Hälfte der Einwohner/innen Tegels über 65 Jahre alt sein.

Wie finanziert sich die Aktion /Initiative?
keine Finanzierung

Über welchen Zeitraum läuft/ lief die Initiative/ Aktion?
Der Arbeitskreis Demenzfreundliche Kommune Tegel hat mit seinen Aktionen im Herbst 2008 begonnen.

Welche Aktivitäten/Inhalte beinhaltet/ beinhaltete die Initiative/ Aktion?
Im August 2008 hat der Arbeitskreis mit folgenden Aktivitäten seine Arbeit begonnen:
1. Informationsveranstaltung für Tegeler Geschäftsleute zum Thema Demenz
2. Ausstellung von Bildern Reinickendorfer Bürgerinnen und Bürger mit Demenz mit dem Titel „Ver(w)irrte Kunst?" statt.
3. Lesung aus dem „Mutbuch für pflegende Angehörige" mit der Bezirksbürgermeisterin

Wer ist/ war die Zielgruppe?
Zielgruppen der Demenzfreundlichen Kommune Tegel sind die Bevölkerung des Stadtteils, lokale Unternehmen, Handwerksbetriebe, Einzelhändler, öffentlichen Einrichtungen, politisch Verantwortlichen und Entscheidungsträger.

Was ist/ war das Ziel der Aktion /Initiative?
Zu den Zielen des Arbeitskreises Demenzfreundliche Kommune Tegel gehört es,

  • die Lebensbedingungen von Menschen mit Demenz zu verbessern
  • das Thema Demenz zu enttabuisieren
  • Menschen mit Demenz eine Teilhabe am Leben in der Kommune und in der Gesellschaft zu ermöglichen
  • der zunehmenden Isolierung und Abschottung der Betroffen sowohl der Erkrankten als auch ihrer Angehörigen entgegenzuwirken
  • zur nachbarschaftlichen Hilfe und zum bürgerschaftlichen Engagement anzuregen.

Welche Erfolge wurden bisher erzielt?
Der Arbeitskreis hat mit seinen Aktivitäten erst im Herbst 2008 begonnen, so dass abgesehen von den Besucherzahlen der Ausstellung und der Lesung noch nicht über langfristige Erfolge berichtet werden kann.

Was ist für die Zukunft geplant?
Siehe Kurzbeschreibung

Wie ist die Resonanz der Bürger?
Die bisherige Resonanz der Bürgerinnen und Bürger auf die Ausstellung und die Lesung ist durchgehend positiv.

Gibt es Kooperationen mit anderen Vereinen, Firmen, etc.?
Es gibt keine weiteren Kooperationen.

Welche Schwierigkeiten, Stolpersteine gab es?
Eine zentrale Schwierigkeit ist die Finanzierung der von dem Arbeitskreis Demenzfreundliche Kommune Tegel geplanten Aktivitäten, da dem Arbeitskreis keine Fördergelder zur Verfügung stehen.

Woran machen die Träger der Initiative/ Aktion den Erfolg des Unternehmens fest?
s.u.

Wird die Initiative/ Aktion ausgewertet?
Die bisherigen Aktionen wurden auf den Sitzungen des Arbeitskreises unter Kriterien wie beispielsweise Resonanz oder Teilnehmer-/Besucheranzahl ausgewertet.

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