| Stimmig! Menschen mit Demenz bringen sich ein, am 28. und 29.01.2010 |
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Die Demenz Support Stuttgart veranstaltete am 28. und 29.01.2010 eine zweitägige Veranstaltung in Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg und der Aktion Demenz e.V. . Im Vordergrund standen dabei das Erleben und die Perspektive von Betroffenen selbst. Rund 230 Gäste aus dem In- und Ausland haben gemeinsam ein Zeichen gesetzt, gegen Stigmatisierung und für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Demenz. Aus der Pressemitteilung der Demenz Support zitiert: „Wir können mehr, als Sie denken!" - Menschen mit Demenz melden sich zu Wort Demenz Support Stuttgart hatte in Kooperation mit der bundesweiten Initiative Aktion Demenz e.V. und der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg zu dieser hierzulande bislang einzigartigen Veranstaltung eingeladen. Aus Schottland war James McKillop angereist, der seit über zehn Jahren mit einer vaskulären Demenz lebt und entscheidend für die Gründung der politisch aktiven Scottish Dementia Working Group, einer Selbstvertretungsorganisation von Menschen mit Demenz, verantwortlich zeichnet. „Wir wollten nicht, dass immer nur über uns geredet wird, wir wollten selbst für uns sprechen!", fasste er die Motivation zusammen, die ihn und seine MitstreiterInnen zu diesem Schritt bewog. Richard Taylor, ebenfalls mit Alzheimer diagnostizierter Psychologe aus den USA, zeichnete das nachdrückliche Bild von demenziellen Veränderungen als Beziehungs-Problematik. „Steht auf und handelt, sonst tun es andere!", so sein Rat an mit einer Demenz konfrontierte Menschen im deutschsprachigen Raum. „Das Bild von Menschen mit Demenz muss sich ändern", machte Peter Wißmann deutlich. „Viele, das zeigt diese Tagung sehr deutlich, können sich durchaus selbst äußern und ihre Interessen formulieren. Wenn Betroffene selbst die Stimme erheben, dann wird dies Auswirkungen auf das Miteinander in unserer Gesellschaft haben". Ein emotionaler Höhepunkt der Veranstaltung war die Uraufführung eines Songs von James McKillop und eines Alzheimerbetroffenen aus München. Junge Jazz- und Reggae-Musiker hatten die Texte vertont und im Anschluss an den aufrüttelnden Vortrag von McKillop vor einem begeisterten Publikum zu Gehör gebracht. Den einzigen Vortrag aus dem Lager der beruflichen Experten hielt der US-amerikanische Neurologe Peter J. Whitehouse. „Die sogenannte Alzheimerkrankheit ist wissenschaftlich nicht fundiert, der Begriff hat sich aber zu einem furchterregenden Monstrum entwickelt, der viel Leid über Menschen bringt", fasste er seine provokanten Thesen zum „Mythos Alzheimer" zusammen. „Statt auf die unerfüllten Versprechen der Pharmaindustrie zu hoffen, sollten wir soziale Antworten suchen und Alzheimerbetroffene in unseren Gemeinden eine Perspektive eröffnen". Am Freitagnachmittag galt es dann, Bilanz zu ziehen und in die Zukunft zu schauen. „Mit den letzten beiden Tagen haben wir einen Stein ins Wasser geworfen, der Kreise ziehen wird" - so das Fazit von Sylvia Kern. Impressionen und weitere Infos unter www.demenz-support.de/stimmig/bilder/doku
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