Dokumentation Ich kann was tun - Lobby für Menschen mit Demenz
Mithilfe der freundlichen Bewilligung der Unterstützung unseres Konzept Ich kann was tun - Lobby für Menschen mit Demenz setzten wir die inhaltliche Umsetzung des ersten Workshops, der interaktiven Auftaktveranstaltung mit dem Ziel Menschen für einen Arbeitskreis, der die Stimme der Menschen mit Demenz unmittelbar hörbar macht, zu gewinnen, in den vergangenen Monaten um.
Um fachliches Hintergrundwissen zu vermitteln, luden wir die Dipl. Psychologin der Hamburgischen Brücke Gesellschaft für private Sozialarbeit e.V., Beratungsstelle für ältere Menschen und ihre Angehörigen (im Folgenden Hamburgische Brücke genannt) gemeinsam mit der Dipl. Sozialpädagogin / Dipl. Gerontologin, Frau Margret Schleede-Gebert der Ev. Fachschule für Altenpflege am Rauhen Haus ein, ihre anschauliche szenische Darstellung als Auftakt der Veranstaltung darzubieten. (Inhaltsangabe anbei)
Ferner baten wir, über die Geschäftsführerin der Hamburgischen Brücke, die Journalistin und Fotografin Frau Julia Engelbrecht-Schnür und die Journalistin Frau Britta Nagel um eine Lesung aus ihrem Buch Wo bist Du - Abschied zu Lebzeiten.
Die Hintergrundinformationen am Beginn der Auftaktveranstaltung sollten eine fachliche Hinführung zum Thema Demenz gewährleisten.
Im Rahmen der Konzepte des world café / open space sollte den BesucherInnen im Anschluss, die Möglichkeit geboten werden, unabhängig, frei und im Austausch mit anderen, Ideen für die Interessenvertretung von Menschen mit Demenz zu sammeln. Dabei diente als roter Faden, die Vorstellung der Förderung der eigenen Stimme der Betroffenen, unabhängig der Meinungen von Medizin, Wissenschaft und Profession, ohne diese jedoch zu negieren!
Als mögliche offene Fragen dienten:
- Menschen mit Demenz haben eine Stimme - was können wir tun, damit sie gehört wird?
- Wie treffen wir Menschen, die sich am Anfangsstadium befinden und ihre Stimme erheben möchten?
- Welche Barrieren hindern uns am Kontakt zu Menschen mit Demenz?
- Wie können wir Barrieren ebnen um zu den eigenen Stimmen von Menschen mit Demenz durchzudringen?
- Was benötigen wir um unseren Blick weg von uns hin zu direkt Betroffenen zu wenden?
Leben im Stadtteil ist aus sozialräumlicher Sichtweise von einer anonymisierten Nachbarschaft geprägt. Der Alltag im Stadtteil diente als Grundlage zu weiteren Fragestellungen. Dabei standen die versorgenden, kulturellen und freizeitlichen Räume, wie der Einzelhandel, Ärzte, Theater, Cafés, mit ihrem Fachpersonal im Fokus.
- Wie finden wir heraus wie mit Menschen mit Demenz im Arbeitsalltag sozial-kultureller Einrichtungen im Stadtteil umgegangen wird?
- Wie können wir Informationen über den Umgang mit Menschen mit Demenz im Stadtteil bündeln und zum Positiven für Betroffene nutzen?
Als Hilfsmittel wurden beschreibbare Tischdecken, Karten und Stifte angeboten um Antworten zu den Fragen festzuhalten.
Es bildeten sich Kleingruppen (3-5 Personen). Die Gruppen wählten eine/n Moderator/in, Protokollant/in um wenn nötig auf die Zielfrage zurückzuführen. Dabei sollte der Austausch zwischen den Personen nicht eingeschränkt werden. Es wurde eine Frage gestellt.
Um Antworten/ Ideen anderen Beteiligten als Gesamtbild visuell zu veranschaulichen konnten die Karten auf Stellwänden mit Packpapier angeheftet werden (15 Min.)
Daraufhin wurden die Karten in den einzelnen Gruppen nach einer kleinen Pause in Nah-, Mittel- und Fernziele umsortiert. (10 Min.)
Kommunikationsbuffet (35 Minuten): Mit dem Hinweis auf eine Auswertungsveranstaltung Anfang 2010 wurde die Gruppenaktion geöffnet und Beteiligte angeregt sich mit anderen Gruppen auszutauschen und die Ergebnisse zu betrachten. Die Stellwände wurden mit Listen ausgestattet um Adressen von Interessierten an der Umsetzung aufzunehmen.
Um weitere Ideen / Anregungen festhalten zu können wurden "geistreiche Boxen" aufgestellt, die auch anonyme Kritik fördern sollten. Ferner standen AnsprechpartnerInnen an Ständen bereit um direkte Kommunikation mit den VeranstalterInnen zu ermöglichen, Kontakte aufzunehmen und auf Rückfragen einzugehen.
Als Abschluss folgte die Lesung. Die beschriebenen Situationen bekräftigten die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit dem Thema der Lobbyarbeit und Unterstützung unmittelbar von Demenz Betroffener wiederholt.
Der Abschied wurde mit dem Ausblick auf die kommende Auswertungsveranstaltung und der Danksagung an die Beteiligung angereichert.
Vorher:
Jede Gemeinde des Alsterbundes versah ihre eigenen Adressen mit Adressaufklebern, die über das Kirchenbüro von St. Martinus, Frau Lemm, im Kirchenkreisamt angefordert wurden.
Die Gemeinden hatte folgendes Aufkommen zu bewältigen:
St. Peter 1632
St. Martinus: 2206
Paul- Gerhardt: 2202
Martin-Luther: 2581
Daran beteiligten sich insgesamt 10 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.
Die fertigen Adressen wurden im Büro der Begegnungsstätte gesammelt und mithilfe des Ehrenamtlichen Herrn T. zur Post gebracht. Nach der Umsortierung in der Postfiliale Eppendorfer Landstraße wurden die 14 Postkästen an die Adressatinnen und Adressaten versandt. Die Mitglieder der Kirchenvorstände waren während der Beschriftungsaktion aussortiert worden, um auf die Veranstaltung im persönlichen Rahmen hinweisen zu können, wenn zeitnah Kirchenvorstandssitzungen anstanden.
Über Kirsten Sonnenburg des Kirchenkreises Hamburg Ost wurde auf die Veranstaltung hingewiesen. Ein Besuch im Pflegestützpunkt des Bezirksamtes Nord diente u.a. der Einladung für die Auftaktveranstaltung.
Am 08.11.09 eröffneten wir die Ausstellung „Ein neuer Blick auf Pflege" Ausstellung mit Fotos von Julia Baier im Gottesdienst vor 50 Personen, mit dem Hinweis auf die Veranstaltung.