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Aktionsplan Demenz Bocholt
Die Stadt Bocholt möchte einen Aktionsplan Demenz ins Leben rufen. Bei dem Aktionsplan Demenz handelt es sich um ein dreistufiges Konzept, das sich auf den unterschiedlichsten Ebenen mit dem Thema Demenz beschäftigen wird.
Die drei Elemente des Aktionsplans sind die Öffentlichkeitsarbeit, die Qualifizierung von Experten, Angehörigen und Interessierten und die Entwicklung und Umsetzung von Ideen zur Erleichterung der Lebenssituation der Menschen mit Demenz.

Mit dem Element Öffentlichkeitsarbeit soll versucht werden, das Interesse der Öffentlichkeit für diesen Themenbereich zu wecken, zu sensibilisieren und der Tabuisierung des Themas entgegen zu wirken. Es sollen Aktionen entwickelt werden, die zusammen mit den unterschiedlichsten Partnern (z. B. Leben im Alter e.V., Sozialstationen, Pflegeheime, Schulen, Einzelhändler, u. s. w.) umgesetzt werden können. Das Element Qualifizierung soll dazu beitragen, Angehörigen, Experten und Interessierten ein breites Wissen zum Thema Demenz zu vermitteln, damit der Umgang mit den Menschen mit Demenz erleichtert wird. Mit dem dritten Element - Ideen entwickeln und umsetzen - soll versucht werden, die Lebenssituation der Menschen mit Demenz und deren Angehörigen zu erleichtern. Es sollen neue Angebote für Menschen mit Demenz entwickelt werden, die zusammen mit vielen Akteuren umgesetzt werden sollen.


Durch die Öffentlichkeitsarbeit und die durchgeführten Projekte ist das Thema Demenz in Bocholt „salonfähig" geworden. Die neuen Angebote unterstützen die Menschen mit Demenz und Ihrer Angehörigen in ihrer Lebenssituation.
Schematische Darstellung des Projektablaufes: Aktionsplan Demenz

1. Planungsklausur mit allen am Projekt beteiligten Gruppen, wie Verein Leben im Alter, Seniorenheime, Sozialstationen, Seniorenbeirat (Festlegung der Projektplanung, grobe Entwicklung der Aktionen, Festlegung der Wirkungsziele) August 2009

2. Auftaktveranstaltung für die breite Öffentlichkeit
(Vorstellung des Aktionsplans Demenz, Gründung von Arbeitsgruppen zur Vorbereitung der Teilprojekte, Festlegung der Handlungsfelder, Einbeziehung der Betroffenen, Festlegung auf einen gemeinsamen Weg) Oktober 2009
Zeitschiene: Januar 2010 - Februar 2011
Arbeit an den Teilprojekten, Durchführung eines Veränderungsprozesses für die Menschen mit Demenz in Bocholt)
Teilprojekt 1: Öffentlichkeitsarbeit
Teilprojekt 2: Qualifizierung und Fortbildung von Experten, Angehörigen und Interessierten
Teilprojekt 3: Entwicklung und Umsetzung von Ideen zur Erleichterung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz, Durchführung eines Ideenwettbewerbes
Projektauswertung: Auswertung des Projekterfolges Mai 2011


Die Auftaktveranstaltung war ein voller Erfolg. Es sind 2 Arbeitsgruppen gebildet worden, die sich regelmäßig treffen und Aktionen planen. Die erste Großveranstaltung ist im Oktober mit Nicole Richard zum Thema „Die innere und äußere Erlebniswelt von Menschen mit Demenz" mit über 300 Personen durchgeführt worden. Als eine weitere Aktion ist die Betreuung von Menschen mit Demenz zu Zeiten des Weihnachtsmarktes in Bocholt für freitags geplant, die jetzt in der örtlichen Presse und bei den Einrichtungen beworben wird.
Mittlerweile haben sich zwei Arbeitsgruppen, zum einen Öffentlichkeitsarbeit und Ideenwettbewerb und zum anderen Qualifizierung und Fortbildung aus dem Netzwerk Demenz gegründet und ihre Arbeit aufgenommen. Die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit und Ideenwettbewerb hat einen Fragebogen zur Situation der Pflegenden Angehörigen entwickelt, der auch Grundlage für den Ideenwettbewerb sein soll. Die Arbeitsgruppe Qualifizierung und Fortbildung hat ein Konzept zur Schulung von Multiplikatoren entwickelt, die erste Schulung durchgeführt und die zweite Großveranstaltung organisiert, die am 24.04.2010 als Demenzsymposium für Pflegende Angehörige und proffessionell Pflegende ganztägig stattfinden wird. Die ersten Anmeldungen dazu liegen bereits vor.

Name: Jutta Ehlting
Organisation: Stadt Bocholt
Funktion: Seniorenbeauftragte
Institution: Stadt Bocholt, Fachbereich Soziales, Seniorenbüro
Adresse: Berliner Platz 1, 46395 Bocholt

Telefon: 02871 953 520
Telefax: 02871 953 241
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Weiterführende Informationen:
http://www.bocholt.de/seiten/senioren/index.cfm?artikelblockNr=5537&spracheschluessel=de

http://www.bocholt.de/intabox/medienarchive/senioren_allgemein/Stadt_BOH_Netzwerk_Demenz.pdf

http://www.bocholt.de/seiten/senioren/index.cfm?artikelblockNr=5614

http://www.bocholt.de/seiten/senioren/index.cfm?artikelblockNr=5745

 
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