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Programmbeschreibung
Demenzerkrankungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen des fortgeschrittenen Lebensalters. Sie stellen unsere alternde Gesellschaft vor große Herausforderungen. Von Demenz betroffene Menschen sind angewiesen auf die Hilfe ihrer Familie und Freunde, aber auch auf ein soziales Umfeld, das sie auffängt und eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht, die von Wertschätzung und Respekt getragen ist. In der Gestaltung des sozialen Umfelds kommt dem Engagement von Kommunen und der Aktivierung zivilgesellschaftlicher Kräfte eine hohe Bedeutung zu.

Eine wirkliche Verbesserung der Situation von Menschen mit Demenz kann nur dann gelingen, wenn in den Städten und Gemeinden Formen der gemeinsamen Verantwortungsübernahme entwickelt und gelebt werden. Die Kommune ist der Ort, an dem Bürger, politische Entscheidungsträger sowie zivilgesellschaftliche Akteure gemeinsam einen Raum schaffen können, in dem Menschen mit Demenz und ihre Familien gut leben können und in dem ihre Teilhabe gelebte Wirklichkeit ist.

Programm
Mit der Ausschreibung „Menschen mit Demenz in der Kommune" unterstützt die Robert Bosch Stiftung lokale Projekte, in denen Demenz als gesamtgesellschaftliches Thema aufgegriffen und zivilgesellschaftliche Aktivitäten zur Begleitung und Beteiligung von Menschen mit Demenz angestoßen und umgesetzt werden. Die geförderten Projekte sollen vorbildhaft sein und zur Nachahmung anregen, wie zum Beispiel Vorhaben, die
  • die Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Demenz fördern,
  • die alltagspraktische, nachbarschaftliche Hilfe und den Austausch unterstützen, bzw. Netzwerke der Solidarität anregen,
  • den Betroffenen und ihren Familien die weitere Teilhabe am kommunalen Leben ermöglichen und ihren Rückzug verhindern,
  • die „Stimme" von Menschen mit Demenz hörbar machen und Zugang zu ihrer Welt schaffen,
  • die Bürgerrechte von Menschen mit Demenz wahren und stärken,
  • die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren,
  • gemeinsames Handeln unterschiedlicher Akteure für einen besseren Umgang mit Demenz initiieren.
Leistungen
Die ausgewählten Projekte können mit bis zu 15.000 € gefördert werden. Darüber hinaus sind gemeinsame Workshops und Aktivitäten für die Öffentlichkeit vorgesehen. Die Bereitschaft zum übergreifenden Austausch und zur Evaluierung wird vorausgesetzt.

Voraussetzungen
Wer konnte einen Antrag stellen?
Anträge waren von Kommunen einzureichen oder von Initiativen zusammen mit einer verbindlichen Stellungnahme der Kommune vorzulegen.

Was kann Gegenstand der Förderung sein
Die Fördermittel können eingesetzt werden für

  • Honorare für Koordinierungs-, Konzeptions-, Qualifizierungsarbeit u.ä.
  • Veranstaltungen
  • Schulungen
  • punktuellen Beratungsaufwand

Es wird eine Eigenbeteiligung an den Projektkosten erwartet. Feste Personalkosten, die Finanzierung bereits laufender Aktivitäten und Kosten für Anschaffungen oder bauliche Maßnahmen sind von der Förderung ausgeschlossen.

 
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