| Ethik und Demenz |
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„Wenn wir alle Lebensbereiche nur noch nach wirtschaftlichen Gesetzen formen, geraten wir in eine Sackgasse. Dadurch verfehlen und verpassen wir wesentliche Dinge im Leben ... .Heilen und Pflegen bedeutet mehr, als man in starren Pflegenormen ausdrücken kann...Eine Gesellschaft lebt von Flexibilität, Wagnis, von Neugier und Aufbruch..." ( aus der Weihnachtsansprache von Johannes Rau, 2003)
Es ist wichtig die inzwischen zunehmend auch öffentlich geführte Diskussion von ethischen Fragestellungen und Problemen rund um die Lebensbedingungen von Menschen mit Demenz zu verstärken. Es tauchen Fragen auf wie z.B. danach, was ein gutes gemeinsames Leben mit Demenz ausmacht. Zudem wird die Verwendung normativer Grundbegriffe als Orientierungswert für dieses bessere Leben kritisiert. Moralische Kompetenz im Umgang mit Menschen in Demenzprozessen ist erforderlich: Empfehlungen zu einem gestuftem Qualifikationssystem und zum Einsatz von Instrumenten zur ethischen und moralischen Reflexion sind zu finden. Vorantreiben und Öffentlichmachung von Handlungsempfehlungen, z.B.:
"Irgendwo entlang der Linie wachsender sozialer Manipulierbarkeit um den Preis individueller Autonomie muß sich die Frage nach dem Wert, dem Der-Mühe-Wertsein des ganzen menschlichen Unternehmens stellen. Ihre Beantwortung richtet sich nach dem Bilde des Menschen, dem wir uns verpflichtet fühlen. Wir müssen es neu überdenken im Lichte dessen, was wir heute mit ihm tun oder ihm antun...." Ethik und Recht. Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz, Bd. 7 - Hans Huber Verlag - ISBN: 3456843984 |

